Premnitz : Bürgermeister Roy Wallenta und seine Rathausmannschaft muss nicht denken, dass das Problem „Unechte Einbahnstraße im Kiefernweg" in der Premnitzer Siedlung ausgestanden ist. Mit einer Unterschriftenaktion fordern Premnitzer Einwohner jetzt von der Verwaltung, die damalige Fehlentscheidung rückgängig zu machen. „Wir haben 466 Unterschriften, davon etwa die Hälfte von Einwohnern aus der Siedlung, gesammelt", erzählt der Initiator Manfred Thomas. Er ist über diesen Schildbürgerstreich auch vier Monate nach der Fertigstellung des ausgebauten Kiefernweges noch immer erbost. „Ich und viele andere Anwohner der Siedlung, was nicht zuletzt die Unterschriften belegen, können die Verkehrsregelung nicht nachvollziehen", ärgert sich der betroffene Anwohner. „Mit der Freigabe der ausgebauten Straße wurde ein sogenanntes „Sparbüchsenschild" aufgestellt, das nun die Einfahrt von der Bundesstraße B102 in den Kiefernweg verbietet", stellt der Initiator die Situation dar. Das Fahren innerhalb des Kiefernweges hingegen ist in beiden Richtungen erlaubt. Die Argumente, mit der die Stadt die Verkehrsanordnung rechtfertigt, seien, so Manfred Thomas, einfach an den Haaren herbeigezogen. Da ist die Rede von einem Schleichweg. „Völliger Quatsch, denn der Kiefernweg war schon immer die Zu- und Abfahrt für das Wohngebiet aus Richtung Brandenburg. Ich verstehe unter einem Schleichweg etwas anderes", betont der Initiator und hält auch bei dem Argument, dass sich im Kiefernweg die Straßenbreite für die Begegnung eines Lasters mit einem Pkw nicht ausreicht, dagegen. „Andere Wege in der Siedlung sind noch schmaler und trotzdem beidseitig befahrbar", schildert der Premnitzer und macht zugleich auf den Umweltaspekt aufmerksam. So müsse eine betroffene Anwohnerin täglich einen Kilometer mehr in Kauf nehmen, um zu ihrer Arbeitsstelle nach Brandenburg zu kommen. Wenn das Auto etwa 150 Gramm Kohlendioxid je Kilometer ausstößt, verursacht sie ein vermeidbaren jährlicher Schadstoffausstoß von knapp 72 Kilogramm Kohlendioxid.
„Die Stadt sollte für die Bürger da sein. Und wenn 466 betroffene Bürger gegen diese Verkehrsregelung sind, dann sollte das auch ein Roy Wallenta nicht ignorieren". Eine Reaktion des Bürgermeisters lag bis Redaktionsschluss nicht vor. (fep)


